Auch Opel bietet Diesel-Prämie

Gesendet August 11, 2017

Auch Opel legt nun eine "Umweltprämie" für wechselwillige Fahrer alter Dieselautos auf. Sie fordern von den deutschen Autoherstellern verbindliche Zusagen für die geplanten Diesel-Nachrüstungen. Wie das Unternehmen mitteilte, liegt der sogenannte Umweltbonus zwischen 1.750 Euro beim Kleinstwagen Karl und 7.000 Euro beim Spitzenmodell Insignia. Auch BMW, Mercedes, alle Volkswagen-Marken, Renault, Ford und Toyota bieten zeitlich befristet Abwrackprämien an. Bedingung ist allerdings, dass der Käufer den Alt-Diesel verschrotten lässt. Andere Hersteller haben ähnliche Angebote - auch Ford. Der deutsche Ableger des US-Autokonzerns muss allerdings wie heute bekannt wurde ein Dieselmodell der Mondeo-Reihe vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen des Verdachts illegaler Abgastechnik untersuchen lassen. Es gebe Hinweise auf illegale Abschalteinrichtungen. "Bei der Abgasnachbehandlung unserer Dieselmodelle wurden keine illegalen Abschaltvorrichtungen verwendet", sagte er dem Magazin. Das deutsche Verkehrsministerium war für eine Stellungnahme am Nachmittag nicht zu erreichen.

Auf dem Diesel-Gipfel hatten sich die Hersteller außerdem verpflichtet, die jüngeren Diesel-Fahrzeuge der Normen Euro 5 und 6 per Software-Update sauberer zu machen.

Der Autoexperte Stefan Bratzel sieht Vor- und Nachteile des Prämienmodells. Laut Bratzel dürften allerdings nur relativ hohe Zuschüsse wie sie VW anbiete, Autofahrer auch tatsächlich zum Wechseln animieren. Sicher werde mit dem Prämien-Modell auch der Absatz der Hersteller gefördert, aber auch Umwelt und Gesundheit würden davon profitieren. "Wenn ein alter Diesel irgendwo auf der Welt weiterbetrieben wird, verlagert sich das Problem nur, wird jedoch nicht gelöst", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Dort landen oft beispielsweise auch alte Elektrogeräte, die Umweltrisiken sind hoch.