Leichtathletik-WM 2017: Usain Bolt erreicht sein letztes Finale

Gesendet August 12, 2017

Superstar Usain Bolt hat seinen letzten Arbeitstag mit einem lockeren Sieg begonnen.

Die deutsche Frauenstaffel um die Gießenerin Lisa Mayer ist bei der Leichtathletik-WM in London souverän ins Finale über 4x100 Meter eingezogen. Über 100 m hatte es vor einer Woche nur zur Bronzemedaille gereicht hatte, der 30-Jährige möchte aber mit dem zwölften WM-Gold abtreten.

Mayer, Gina Lückenkemper, Tatjana Pinto und Rebekka Haase gewannen den zweiten Vorlauf in 42,34 Sekunden vor Jamaikas B-Besetzung (42,50) und qualifizierten sich damit für die Entscheidung am Abend. Sprint-Weltmeisterin Tori Bowie aus den USA war nach ihrem 100-m-Rennen leicht angeschlagen, hatte auf die 200 m verzichtet, wird voraussichtlich im Staffel-Finale aber antreten. Die DLV-Staffel mit dem deutschen Rekordhalter Julian Reus, Robert Hering, Robin Erewa (alle Wattenscheid) und Roy Schmidt (Leipzig) kam nach einem völlig verkorksten letzten Wechsel auf Platz fünf (38,66) und verpasste damit das Finale.

Bei den Frauen waren die US-Amerikanerinnen mit u.a. Allyson Felix in der Jahresweltbestzeit von 41,84 Sekunden am schnellsten, es folgten Großbritannien (41,93) und Deutschland (42,34).

Die deutschen Sprinterinnen sind mit Medaillenchancen nach London gereist. Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied) blieb mit 6080 Punkten auf Rang vier, liegt aber nur 15 Zähler hinter Oleksij Kasanow aus der Ukraine. Bolt wird mit dem Staffel-Finale seine glanzvolle Karriere beenden. Ruth-Sophia Spelmeyer (Oldenburg), Nadine Gonska (Mannheim), Svea Köhrbrück (Berlin) und Laura Müller (Rehlingen) kamen im zweiten Vorlauf in 3:26,24 Minuten auf Platz drei. Zuletzt hatte ein Quartett um Verena Sailer 2009 in Berlin Bronze gewonnen.