Trump verurteilt "Hass" und Gewalt bei Ku-Klux-Klan-Versammlung in Virginia

Gesendet August 12, 2017

Die Menschen waren in die Kleinstadt gekommen, um gegen einen der größten Rassistenaufmärsche der letzten Jahre zu demonstrieren. Dabei waren ebenfalls mehrere Menschen verletzt worden. Demonstranten versuchten, sich auf den Bürgersteig zu retten. "Mein Herz ist gebrochen, ein Mensch ist gestorben". Dabei habe es mindestens einen Toten gegeben, teilte Bürgermeister Mike Signer auf Twitter mit.

Doch während prominente Politiker beider Parteien, darunter Paul Ryan, der Sprecher des Räresentantenhauses, den rechtsextremen Aufmarsch am Samstag in Charlottesville umgehend und scharf verurteilten, blieb Präsident Trump zunächst still. Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Nach chaotischen Zusammenstößen zwischen weißen Nationalisten und Gegendemonstranten ordneten Polizisten in Schutzausrüstung Protestierende bei der Versammlung in Charlottesville an, auseinanderzugehen.

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt. Es kommt zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten.

Anlass für die Kundgebung unter dem Motto "Vereinigt die Rechte" war ein Stadtratsbeschluss, eine Statue des Konföderierten-General Robert E. Lee aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) zu entfernen. Auslöser für die Entscheidung war eine Petition eines afroamerikanischen Schülers. Der Park trägt bereits nicht mehr den Namen von Lee.

A man stops to comfort Joseph Culver of Charlottesville as he kneels at a late night vigil to pay his respect for a friend injured in a car attack on counter protesters after the
Trauer und Entsetzen in Charlottesville

Dann flogen die Fäuste, die Kontrahenten gingen aufeinander los. Auf Twitter schrieb er: "Es gibt keinen Platz für diese Art von Gewalt in Amerika". Später fügt er bei einer Pressekonferenz hinzu: "Egal, welche Farbe oder Religion wir haben, wir sind zuallererst Amerikaner". Erwartet wurden bis zu 6.000 Teilnehmer. Mehrere Medien berichteten von Nazi-Parolen, Hitler-Grüßen und Hakenkreuzen. Zuvor war wegen gewalttätiger Ausschreitungen zwischen Rechtsextremen und Gegendemonstranten der Ausnahmezustand ausgerufen worden.

Die Gewalt eskalierte am Sonnabendvormittag als die Rechtsradikalen sich um die umstrittene Statue versammelten.

Ein Auto soll in eine Menschenmenge gefahren sein und mehrere Menschen verletzt haben.