Trump weist Merkels Kommentar zu Nordkorea-Konflikt zurück

Gesendet August 12, 2017

Die betreffenden Parteien sollten Bemerkungen und Aktionen vermeiden, die zu einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel führen könnten, sagte Xi Jinping nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Samstag in dem Telefonat. Beide Präsidenten seien sich zu dem einig gewesen, dass "Nordkorea sein provozierendes und eskalierendes Verhalten beenden müsse". Für den Fall, dass Nordkorea unklug agiere, hätten die USA "die militärischen Lösungen nun vollständig vorbereitet", erklärte Trump am Freitag über Twitter.

Insgesamt sei es sein Ziel, die gesamte Welt von Atomwaffen zu befreien, sagte der US-Präsident weiter. Und weiter: "Hoffentlich findet Kim Jong Un einen anderen Weg!" Beide stimmten überein, dass die jüngste Resolution des UN-Sicherheitsrats ein wichtiger Schritt hin zu Frieden und Stabilität auf der Halbinsel sei. Wenn allerdings Amerika und Südkorea zuerst attackierten und versuchten, die nordkoreanische Regierung zu stürzen, werde China dies verhindern, hieß es in einem Leitartikel.

Washington und Pjöngjang hatten die gegenseitigen Drohungen zuletzt immer weiter verschärft.

Nordkoreas Propagandaorgan "Rodong Sinmun" berichtete, dass seit der Verhängung der Sanktionen rund 3,5 Millionen Nordkoreaner einen Antrag gestellt hätten, sich dem Militär anschließen zu können. Die Börsenplätze verbuchten schwere Verluste. Es sei an der Zeit gewesen, dass jemand für die Amerikaner und die Menschen anderer Nationen eintrete, rechtfertigte Trump seine drastische Rhetorik gegenüber Pjöngjang. "Eskalation der Sprache halte ich für die falsche Antwort", sagte Merkel am Freitag in Berlin. Er kündigte auch an, dass die USA ihre Raketenabwehr aufstocken werden. "Alle unsere Befürchtungen, die wir verbunden haben mit der Unberechenbarkeit der Politik von Donald Trump, werden bedauerlicherweise jetzt bestätigt", sagte er in Berlin.

Der US-Präsident verwies erneut darauf, dass das US-Atomwaffenarsenal in einem guten Zustand sei. "Ich hoffe, dass sie voll und ganz das Gewicht meiner Worte verstehen". Er beschreibt Vorbereitungen zum Abfeuern einer Waffe. Das müsse die Kanzlerin "persönlich tun, weil die Lage sehr ernst ist". "Wenn er etwas in Guam unternimmt, dann wird es ein Ereignis sein, wie es noch niemand zuvor gesehen hat, was in Nordkorea passiert", sagte Trump an die Adresse Kim Jong Uns. "Niemandem wird eine friedliche Lösung lieber sein als Präsident Trump", sagte der Präsident.