U-Boot in der Ostsee vermisst

Gesendet August 12, 2017

Das U-Boot ‚UC3 Nautilus', fotografiert am Freitag im Hafen von Kopenhagen (Dänemark). Dem Dänen werde fahrlässige Tötung im Zusammenhang mit dem Verschwinden einer schwedischen Journalistin vorgeworfen, berichtete am Samstag die dänische Nachrichtenagentur Ritzau. Der Grund: eine vermisste Journalistin aus Schweden. Der Besitzer Peter Madsen wird gerettet - und kommt dann in U-Haft. Das U-Boot war am Freitag nicht wie geplant nach Kopenhagen zurückgekehrt, der Radiokontakt zwischen der Marine und Madsen war abgebrochen. Ihre Verwandten haben die 30-Jährige als vermisst gemeldet.

Das U-Boot wurde über Crowdfunding finanziert und 2008 vom Stapel gelassen. Die Marine hat Schiffe und einen Hubschrauber zur Suche entsandt.

Zu der Havarie sagte Madsen: "Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen", erklärte Madsen einem schwedischen Fernsehsender. Zudem habe sie einen Masterabschluss in Journalismus von der bekannten Columbia University in New York. Aber: Er habe sie am Donnerstag nach dreieinhalb Stunden Fahrt auf einer Insel abgesetzt. Die Polizei ermittelt gegen Peter Madsen jetzt wegen Totschlags. "Mir geht es gut, aber ich bin traurig, dass die "Nautilus" untergegangen ist", sagte er.

Der U-Boot-Fahrer Peter Madsen hatte die Vorwürfe zuvor vor Gericht zurückgewiesen.

Polizeisprecher Jens Møller Jensen sagte, die Ermittler suchten nach Zeugen, die gesehen haben könnten, was mit der Frau passiert sei. Bis zum späten Abend wollen die Behörden es an Land bringen und anschließend kriminaltechnisch untersuchen. Den Polizeiangaben zufolge haben es Taucher bislang noch nicht geschafft, das Gefährt unter Wasser zu betreten. "Wir hoffen aufrichtig, dass sie gefunden wird und wohlauf ist".